Soziale Funktion

+++ Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung, helfende Hände, Pflanzen, Gartengeräte (gebraucht), Pflanzenkübel, Gartenmöbel, Ideen +++

Viele bessergestellte Frauen und Männer wie auch weite Teile der Politik verstehen nicht ohne weiteres die umfangreichen sozialen Funktionen eines offenen Gartens gerade für ältere alleinstehende Mütter besonders im Hinblick auf Alltagsbewältigung.

Speziell Frauen mit geringem Einkommen, Renten unter 1.000 EUR,  brauchen z.B. auch Kontakte, die mal handwerklich in kleinen Dingen aushelfen. Ehemalige Kontakte gehen schnell durch Umzug (kleiner setzen), Tod und Krankheit oder auch Desinteresse verloren. Danach gibt es für viele keine Möglichkeit mehr, neue zu finden, denn soziales Leben kostet regelmässig zu viel Geld. Der Kreislauf der Isolation, der oft mit Einsamkeit und Krankheit endet, beginnt.

In zwangloser, kostenloser Umgebung lassen sich leicht für den Alltag wertvolle Kontakte knüpfen, die ein gegenseitiges Geben und Nehmen ermöglichen. Nirgends geht das leichter als in einem Garten, in dem Fürsorgearbeit für Pflanzen, Insekten, Tiere geleistet wird, der unverfänglich erste Gesprächsthemen bietet, Gemeinsame Erlebnisse verbinden.

Ruckzuck kennt man tolle Menschen, die eine Lampe aufhängen oder mal ein geliefertes Möbelstück aufbauen. Man kann sich auch mal was Neues bestellen in der Gewissheit, bei der Montage wird geholfen.

Das ist um so nötiger, wenn - wie heute üblich - anonymer gelebt wird. Es gibt auch einem zweiten Grund: Viele Menschen gehen aneinander vorbei, weil sie spüren, nicht viel gemeinsam zu haben oder weil sie das im Irrtum glauben. Beim gemeinsamen Aufenthalt kommen solche auch ins Gespräch und beginnen soziale Beziehungen auf niedrigem Level, die das für jeden Menschen notwendige soziale Netz abrunden, aufzubauen.

Vielen Menschen, auch mir, fehlt die Zeit, sich um Einzelne zu kümmern, die gar nicht besonders interessieren. Beim gemeinsamen Aufenthalt oder Schaffen, ist etwas Unterhaltung oder auch Hilfe hingegen leicht möglich. 

Dass Hunde Auslauf und soziale Kontakte essentiell benötigen, ist bekannt. Für Menschen wohl noch immer nicht unbedingt. Erst recht fehlt das Bewusstsein für entsprechende Bedürfnisse für nicht mehr junge alleinstehende Mütter und Frauen.  

Den notwendigen und zwanglosen Rahmen wollen wir mit einem wohnlichen Garten, einer blühenden OASE, bieten. Auch Menschen mit niedrigem Einkommen können hier leicht neue soziale Kontakte knüpfen. Egal, ob sie einfach nur zum Genießen kommen oder auch mitwirken und gestalten möchten. Vor allen Dingen besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig, sogar oft, zu sehen, zu sprechen und sich so allmählich kennen und vielleicht sogar schätzen zu lernen.  

 

 

Sobald Corona es zulässt, laden wir zu einem kleinen Grillfest im Garten ein. Den Termin werden wir hier veröffentlichen.